Die erste Station unserer Reise, nach einer ungemĂĽtlichen 12stĂĽndigen Fahrt, war die
sauberste Stadt Ecuadors mit dem Namen Loja.
Hier hat die Biologiekonferenz stattgefunden, an der ich auch teilnehmen durfte. Es war
teilweise ein bisschen schwer fĂĽr mich, alles zu verstehen, da mein Vokabular dazu noch nicht ganz ausreicht. Jeder der
mich ein bisschen besser kennt, weiĂź dass ich eine Leidenschaft fĂĽr Biologie habe,
und mich deshalb in den vielen spannenden Vorträgen total verloren habe. Es
wurde z. B. ĂĽber die Problematik der Erhaltung des Regenwaldes gesprochen.
Einen Vormittag haben wir "blau" gemacht und sind im Nationalpark in der Nähe wandern gewesen. Es war so herrlich mit Biologiestudenten zu wandern, die jedes Insekt und jede Pflanze genau untersucht haben und mir vieles geduldig erklärt haben. Auf dem Weg bin ich insgesamt vier plattgefahreren Schlangen begegnet, eine davon hatte ein schönes Schachbrettmuster (gelb-schwarz) auf der Unterseite. Wir hatten teilweise einen grandiosen Ausblick über die Sierra und die umliegenden Berge, haben Riesenfrösche gesehen und es sehr genossen in der traumhaften Landschaft zu wandern.
Der Professor für Botanik der Universität Quitos ist mit uns unterwegs gewesen, um einerseits Vorträge über traditionelle medizinische Heilkräuter zu halten, aber auch, um den botanischen Garten mit einer umfangreichen Orchideenausstellung in Loja mit uns zu besuchen. Er hatte zu jeder Pflanze etwas zu sagen, und ich hab viele Pflanzen, die für mich hier ein neues Lebensmittel darstellen, in Natura gesehen. Dazu gehört die leckere, etwas sauer schmeckende Frucht: Tomate de arbol, und die Yuccapflanze, die man hier mit der Kartoffel in Deutschland als Grundnahrungsmittel gleichsetzten kann.
Zum Thema Essen: Auch wenn mir das jetzt hier keiner glauben wird, ich hab Meerschweinchen gegessen. Beweisfotos gibt es hoffendlich bald. Das Fleisch hat sogar ganz gut geschmeckt, weil es kaum Fett enthält. Die Haut ist aber so Gummihaft dass ich während des Kauens viel Zeit hatte, über meine Haustiere nachzudenken und dann ist mir doch recht schnell der Appetit vergangen. Nun bin ich um eine Erfahrung reicher;). Abends sind wir zu einem Konzert gegangen und haben danach noch bis spät in die Nacht getanzt. Tanzen ist eine wunderbare körperliche Abwechselung, da ich sonst mich viel während der Vorträge so geistig konzentrieren musste.