Als letzte Station bin ich alleine mit Anu, der Biologiestudentin aus Finnland, nach Cuenca gereist, da die anderen weiter nach Peru sind. Wir sind mit dem Taxi gefahren (4 Stunden für 7 Dollar) und sind auf der Strecke durch einige Indigenadörfer durchgefahren. Dieser Kulturkreis schneidet sich nicht die Haare und trägt traditionelle Kleidung.
Cuenca gefällt mir mehr als Quito, weil ich mich dort sehr sicher gefühlt habe. Dies liegt eventuell daran, dass viele Leute hier unglaublich rassistisch sind und keine Wohnungen an Leute aus der Provinz in der ich arbeite, Esmeraldas, also hauptsächlich Menschen mit dunkler Hautfarbe, vermieten. An solche Tatsachen muss ich mich erstmal gewöhnen, und ob mir deshalb die Stadt sicherer vorkommt, kann ich nicht sagen. Es gibt viele wunderschöne alte Kirchen mit bunten Kuppeln, die teilweise auf ursprünglichen Inkagebäuden gebaut wurden. Hier reihen sich kleine Läden mit Schmuck und Kunst aneinander. Wir Mädels haben die Gelegenheit genutzt, ein wenig einkaufen zu gehen.
Wer von meiner Meerschweinchenaktion geschockt war - Anu und ich wollten in der Uni essen, um uns ein wenig unter die Einheimischen zu mischen. Also haben wir das Mittagsmenu bestellt, das laut der Bedienung vegetarisch ist. Ja, es enthielt kein Fleisch, dafür aber eklige Schweinehaut, eine weitere Spezialität hier, baahhh.
Es hat teilweise sehr geregnet, deshalb haben wir einen Museumsmarathon (6 Museen in einem Tag) hingelegt, und unter anderem das Museum für die Geschichte der Medizin besucht, wo man allerlei seltsame Instrumente bestaunen konnte. Momentan bin ich in Quito und habe gestern hier eine Privatführung von dem Direktor des Medizinmuseums hier in Quito bekommen, weil dieser auch gleichzeitig Präsident der Organisation foundation human nature ist. Am Mittwoch, wenn hoffendlich alles mit meinem Visum unter Dach und Fach ist, werde ich meine Reise nach Hause, nach La Y, antreten.