So, jetzt hab ich endlich mal wenige ruhige Minuten um zu schreiben. Hatte so viele Gedanken...
Nach Weihnachten bin ich nach Cotacachi gereist, um dort die Kraterlagune Cuycoche zu umrunden, die Bilder könnt Ihr bald im Studivz anschauen, wenn Ihr wollt.
Über Silvester bin ich mit meiner Familie, also meinem Cousin und seinen Eltern, in die Schmetterlingsstadt Mindo gereist, es war so schön ein wenig Familiensalat in der Ferne zu haben, wie meine Tante so schön gesagt hat.
Meine Zeit im Projekt neigt sich dem Ende, was mich einerseits sehr traurig macht, jedoch freue ich mich auch auf die kommenden zwei Monate, in welchen ich reisen werde.
Und danach möcht ich mich dem Medizinstudium widmen. Ich habe vor wenigen Tagen einen Patienten, der eine Machetenschnittwunde hatte ganz alleine vernäht, weil kein medizinisches Personal da war. Momentan kehre ich von einem Medizinerkongress zurück, an dem ich in Quito teilgenommen habe. Dieser wurde für die Mediziner veranstaltet, die gerade ihr Landjahr machen, es war sehr spannend aber auch gleichzeitig sehr ermüdend, eine volle Ladung Spanisch und Medizin für vier Tage;)
In einer halben Stunde fahren wir mit einer Torte aus Eis, die die wilde Rancherafahrt hoffendlich überstehen wird, nach La Y zurück, um dort heut Abend den Geburtstag von drei Angestellten des Subcentrums zu feiern. Morgen um drei Uhr morgens hätte ich die Möglichkeit dabei zuzuschauen, wie eine Kuh geschlachtet wird, bin mir aber noch nicht so sicher, ob ich mir das wirklich antun werde....